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{{Taxobox
| Taxon_Name = Bären
| Taxon_WissName = Ursidae
| Taxon_Rang = Familie
| Taxon_Autor = , 1817
| Taxon2_Name = Hundeartige
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| Taxon2_Rang = Unterordnung
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| Taxon3_Rang = Ordnung
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| Taxon5_Name = Höhere Säugetiere
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| Bild = Ours brun parcanimalierpyrenees 2.jpg
| Bildbeschreibung = (''Ursus arctos'')
}}

Die '''Bären''' (Ursidae) sind eine aus der Ordnung der (Carnivora). In Abgrenzung zu den (Procyonidae) werden sie auch als '''Großbären''' oder '''Echte Bären''' bezeichnet. Die Familie umfasst acht Arten und zählt zur der n.

Merkmale

Die Bären gleichen sich im Körperbau. Ihr Körper ist massig und stämmig, der Kopf groß, und die Gliedmaßen sind eher kurz und sehr kräftig. Die Augen sind klein, die Ohren rund und aufgerichtet. Die meist langgestreckte Schnauze beherbergt je nach Art 40 oder 42 Zähne. Die Füße enden in fünf Zehen, die mit nicht einziehbaren Krallen versehen sind. Alle Bären sind , wobei die Fußsohlen meist behaart sind; lediglich bei Arten, die oft auf Bäume klettern, wie den en, sind die Fußsohlen nackt. Der Schwanz ist nur ein kleiner Stummel. Das Fell ist eher lang und bei den meisten Arten einfarbig, meist braun oder schwarz. Ausnahmen sind der mit seiner auffälligen, schwarz-weißen Fellzeichnung und der weiße . Bei mehreren Arten kann eine helle Fellzeichnung auf der Brust oder im Gesicht vorhanden sein.

Das Körpergewicht variiert zwischen 25 und 800 Kilogramm, wobei die Männchen stets deutlich schwerer als die Weibchen werden. Die beträgt 100 bis 280 Zentimeter.

Verbreitung und Lebensraum

Bären sind heute in und beheimatet, wobei sie von nur dessen nordwestlichen Teil bewohnen. In West- und Mitteleuropa gibt es heute nur mehr Reliktvorkommen. In Afrika leben heute keine Bären mehr; der , eine Unterart des en im nordafrikanischen , starb im aus. Bären sind Generalisten in Bezug auf ihr und bewohnen eine Vielzahl von n, von den en über bis hin zu . Nur sehr trockene Gebiete werden gemieden.

Lebensweise

Bären sind Einzelgänger und führen generell eine eher dämmerungs- oder nachtaktive Lebensweise (mit Ausnahme des Eisbären). Zum Schlafen ziehen sie sich oft in Höhlen, hohle Baumstämme oder Erdgruben zurück. Ihre übliche Fortbewegung ist ein eher langsamer und gemächlicher , sie können im Bedarfsfall aber bis zu 50 km/h schnell laufen. In der Regel klettern Bären gut (insbesondere der ) und können auch ausgezeichnet schwimmen.

Etliche Arten halten während der kalten Monate eine . Es ist kein echter Winterschlaf, da zwar und deutlich zurückgehen, die aber nur wenig sinkt und sie relativ leicht aufzuwecken sind. Im Spätsommer und Herbst fressen sie sich einen Fettvorrat an, um sich in der kalten Jahreszeit in einen Bau oder eine Höhle zurückzuziehen.

Nahrung

Bären sind meist , die je nach Art und Jahreszeit in unterschiedlichem Ausmaß pflanzliche und tierische Nahrung zu sich nehmen. und andere Pflanzenteile machen bei vielen Arten einen Großteil der Ernährung aus, ergänzt wird sie durch und deren Larven und kleine wie oder . In unterschiedlichem Ausmaß erbeuten sie auch größere Wirbeltiere bis Hirschgröße, bei Gelegenheit auch teilweise Vieh. Abweichungen von diesem Schema sind der , der sich fast ausschließlich von ernährt, und der , der der einzige überwiegende Fleischfresser innerhalb dieser Gruppe ist.

Fortpflanzung

Alle ein bis vier Jahre bringt das Weibchen Nachwuchs zur Welt. Die meisten Geburten fallen in die Monate November bis Februar, wenn das Weibchen Winterruhe hält. Die Paarung erfolgt viele Monate vorher. Von den meisten Arten ist eine verzögerte Einnistung bekannt: Die befruchtete Eizelle wird oft mehrere Monate im aufbewahrt, bevor es zur kommt.

Die eigentliche ist mit 60 bis 70 Tagen sehr kurz, die ein bis vier (meist zwei) Neugeborenen sind ausgesprochen klein. Bären zählen innerhalb der zu den Tieren mit dem größten Gewichtsunterschied zwischen einem Weibchen und ihrem Wurf. Ausschließlich die Mutter kümmert sich um den Nachwuchs. Während dieser Zeit ist sie ausgesprochen aggressiv und greift nahezu jeden Eindringling an ? einschließlich der Männchen und des Menschen. Das erfolgt nach drei bis neun Monaten. Zumindest bis zum ersten Herbst, meist aber für 18 bis 24 Monate, bleiben die Jungtiere bei der Mutter. Die Geschlechtsreife tritt mit drei bis sechs Jahren ein, das Größenwachstum ist bei den Männchen aber oft erst mit 10 bis 11 Jahren abgeschlossen.

Bären sind langlebige Tiere, in freier Natur können sie alt werden, in menschlicher Obhut bis zu 50 Jahre.

Kindsmord durch ein fremdes Männchen ist die Haupttodesursache in den ersten Monaten. Nach dem Tod würde die Bärin wieder fruchtbar und das andere Männchen könnte sein Erbgut weitergeben.

Menschen und Bären

Wohl aufgrund ihrer Größe und Kraft spielen Bären in und vieler Völker eine wichtige Rolle. e waren und sind bei zahlreichen völkern verbreitet. in Bärengestalt waren aber auch unter anderem bei den bekannt, zahlreiche Mythen lassen eine Verehrung dieser Tiere erkennen. Auch in der finden sich zahlreiche Abbildungen von Bären, wie z. B. , (siehe Absatz "Der Bär in Ortsnamen, Stadt- und Gemeindewappen") auch in zahlreichen und n vieler Völker kommen sie vor.

Gleichzeitig mit der Verehrung fand und findet aber die Bejagung dieser Tiere aus unterschiedlichsten Gründen statt. Verschiedene Körperteile werden verwendet: Das Fleisch wird gegessen, das zu Kleidung oder Decken verarbeitet, und Zähne und Krallen werden zu Zierzwecken verwendet. Oft wird Körperteilen von Bären eine medizinische Wirkung zugesprochen, insbesondere die nflüssigkeit der en findet in der immer noch Verwendung ().

Bären wurden und werden auch zu Unterhaltungszwecken eingefangen. In Schaukämpfen, sogenannten , ließ man die Tiere schon in der Antike gegen Hunde oder Menschen kämpfen. Als en sorgten sie für Unterhaltung und noch heute werden sie gern in Zoos oder Bärengräben gehalten, teilweise unter nicht artgerechten Bedingungen. Doch zoologische Gärten unserer Tage haben sich dem Bären verschrieben, wie der Basler Zoo beispielsweise. Seit Ende der 1990er-Jahre existieren weltweit , in denen Bären, die durch den Menschen ausgebeutet worden waren, ein Leben führen sollen, das ihrer Art entspricht.

Ein weiterer Grund für die Bejagung ist die Betrachtung der Bären als Nahrungskonkurrenten und potentielle Bedrohung für den Menschen. Bären reißen öfters Weidetiere und plündern oder Fischteiche. Das tatsächliche Ausmaß dieser Schädigungen dürfte aber oft übertrieben dargestellt werden. Für gewöhnlich gehen Bären Menschen aus dem Weg. Wenn sie aber ihre Jungen oder ihre Nahrungsvorräte bedroht sehen oder sie verwundet sind, kann es zu Angriffen auf Menschen kommen ? manches mal mit tödlichem Ausgang. Zwar sind unprovozierte Angriffe selten, dennoch sterben mehrere Menschen pro Jahr durch Prankenhiebe oder Bisse von Bären, insbesondere in den USA und Kanada.

Aus all diesen Gründen, zu denen auch die Zerstörung des Lebensraumes durch die Siedlungstätigkeit der Menschen kommt, sind viele Arten selten geworden oder in bestimmten Regionen ganz verschwunden. en jedoch kommen im Kerngebiet von Kanada, den und in und wieder in gesicherten Populationen vor, sind jedoch in Nordafrika sowie in Mexiko gänzlich ausgestorben. Auch der und insbesondere der zählen zu den bedrohten Arten.

Benennung und Etymologie

Das eigentliche Wort für ?Bär? im muss die Wortwurzel *''h2r?t?-'' gehabt haben, wie aus Wörtern wie ''arktós'', ''ursus'' (< *''urcsus'' < *''urctus''), ''??k?a'' und ''?artaka-'' zu schließen ist. Auch in einigen ist die Wurzel erhalten, so im ''(art),'' im ''(arth)'' und im ''(arz).'' Die Wurzel taucht auch in den Namen der keltischen Gottheiten und auf sowie bei den Griechen in den Namen der mythologischen Figuren und . Die Wortwurzel ''Bär'' kommt nur in vor ( ''bear,'' ''beer,'' ''björn'') und wird von einem alten Wort für ?braun? abgeleitet.

Eine andere Theorie leitet das Wort von einer indogermanischen Wurzel ''*gwher-'' für ?wildes Tier? (verwandt mit lateinisch ''ferus'') ab, was aber lautlich weniger plausibel ist. Eine wieder andere, lautlich ebenfalls nicht plausible Theorie legt nahe, dass das Wort ''Bär'' vom ''wer'' für ?Mann? (vergleiche '''') abstammt, was auf die Fähigkeit des Bären Bezug nimmt, ähnlich einem Menschen auf zwei Beinen stehen zu können.

Aufgrund der Sonderstellung der germanischen Sprachen wird vermutet, dass das Wort bei den Germanen als eine Art wort (?Brauner? statt ?Bär?) entstanden ist, mit dessen Hilfe aus Gründen die Verwendung des eigentlichen Bärenwortes vermieden werden sollte, um das mächtige Raubtier nicht beschwörend ?herbeizurufen?. In diesem Zusammenhang könnte auch die Umschreibung '''' (?Bienenwolf?) entstanden sein. Ein ähnlicher Hintergrund ist in den zu vermuten, wo der Bär regelmäßig ?Honigesser? genannt wird ( ''???????'', ''???????'', ''nied?wied?'', ''medv?d'', ''medved'', ''medvjed'').

Systematik

Externe Systematik

Bären zählen innerhalb der (Carnivora) zur Unterordnung der n (Canoidea). Ein enges Verwandtschaftsverhältnis besteht zu den (Procyonidae). Auch die haben sich möglicherweise aus bärenartigen Vorfahren entwickelt. Der älteste bekannte Vertreter in der Entwicklungslinie der Bären ist die ausgestorbene Gattung , diese wurde oft zu den ausgestorbenen Amphicynodontidae gestellt. Die Amphicynodontidae sind aber möglicherweise auch paraphyletisch und könnten auch den Robben näher stehen als den Bären. Nähere Verwandte der Bären waren auch die Hemicyonidae ?Halbbären?. Amphicynodontidae und Hemicyonidae werden manchmal auch als Unterfamilien in die Ursidae eingeordnet oder mit ihnen als Überfamilie Ursoidea vereinigt.

Interne Systematik

Die Familie der Bären teilt sich in drei rezente Unterfamilien mit zusammen fünf Gattungen, acht Arten und mehreren Unterarten:

Liste

{| class="wikitable" style="width:100%; text-align:center;"
| style="background-color:skyblue" colspan="7"|Unterfamilie '''''' , 1835 ? 3 Gattungen, 6 Arten
|-
| class="hintergrundfarbe6" colspan="7"|Gattung '''''''''' , 1758 ? 4 Arten
|-
! Deutscher Name
! Wissenschaftlicher Name
! Verbreitung
! Gefährdungsstufe
<small> der </small>
! Anmerkungen
! Bild
|-
|
| ''Ursus americanus''
, 1780
|
| (''Least Concern'' ? nicht gefährdet)
| 16 rezente Unterarten
Sie sind in Südostasien, am Fuß des Himalaya und in Taiwan und Japan heimisch. Die Art gilt aufgrund von illegaler Jagd und dem Verlust des Lebensraums als gefährdet. Verlässliche Schätzungen über Bestände fehlen.
Die Verbreitung umfasst große Teile des Nordwestens von Nordamerika, Europas und des asiatischen Teils Russlands. Darunter auch der . Die Art gilt mit über 200.000 geschätzten Exemplaren weltweit als gesichert.
Beheimatet ist der Eisbär vorwiegend an den wandernden grenzen der Arktis, in Nordkanada, auf Spitzbergen und Grönland. Der Bestand hat in den letzten 45 Jahren etwa um 30 Prozent abgenommen, weil die Qualität des Lebensraums und seine Fläche aufgrund der abgenommen hat. Die Art, deren Bestand auf 20.000 bis 25.000 Exemplare geschätzt wird, ist gefährdet.
Sie leben auf , in , und . Der Bestand wird auf ungefähr 20.000 geschätzt. Die Art wird in ihrem Lebensraum teilweise gejagt, da sie von der Landbevölkerung als eine Plage betrachtet wird.
Beheimatet in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Seine Einteilung ist teilweise umstritten, er wird manchmal direkt der Gattung ''Ursus'' zugerechnet. Die Art ist gefährdet. Es gibt zwar keine aktuellen Populationsschätzungen, man geht aber davon aus, dass die großflächige Abholzung des Waldes in den letzten Jahren die Population deutlich reduziert hat.
Er ist beheimatet in den tropischen und damit die einzige einheimische Bärenart Südamerikas. Die Art ist bedroht, weil der Lebensraum um zwei bis vier Prozent pro Jahr abnimmt.
Die Ailuropodinae ist ebenfalls rezent monotypisch (der wird heute einer eigenen Familie zugeordnet)
Der Große Panda bewohnt entlegene Gebiete im Inneren . Es gibt noch höchstens etwa 2500 Exemplare. Die Art ist gefährdet.<ref>{{IUCN
| Year = 2012
| ID = 712
| ScientificName = Ailuropoda melanoleuca
| YearAssessed = 2008
| Assessor = Lü, Z, Wang, D. & Garshelis, D.L. (IUCN SSC Bear Specialist Group)
| Download = 24. März 2013
}}</ref>
|
|-
|}

Zuordnung

Der Große Panda ist einziger rezenter Vertreter der Unterfamilie Ailuropodinae. Ein ausgestorbener Vertreter war unter anderen ''''. Großer und wurden früher zusammen in eine eigene Familie () gestellt, das wird jedoch heute als obsolet betrachtet. Aufgrund gewisser Übereinstimmungen in der werden Kleine Pandas manchmal ebenfalls den Bären zugeteilt oder aber in einer eigenen Familie (Ailuridae) geführt; siehe .

Der Brillenbär ist der einzige rezente Vertreter der (Tremarctinae), einer eigenen Unterfamilie, zu der auch die ausgestorbenen gezählt werden.

Die übrigen sechs Arten, also Braunbär, die beiden Schwarzbären, Eisbär, Malaienbär und Lippenbär, bilden die Unterfamilie Ursinae. In manchen Systematiken werden sie alle der Gattung '''' zugeordnet, in manchen werden Malaien- und Lippenbär in einer eigenen Gattung (''Helarctos'' respektive ''Melursus'') geführt. Dann wäre die Gattung ''Ursus'' nach dem nachfolgenden Kladogramm paraphyletisch. Zu den ausgestorbenen Vertretern dieser Gruppe zählt unter anderem '''' und der (''Ursus spelaeus'').

Vereinfachtes </ref>

{{Klade
|label1= Bären (Ursidae) 
|1={{Klade

   |2=� (''Ailuropoda melanoleuca'')
   |1={{Klade
      |label2=��
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         |1=� (''Tremarctos ornatus'')
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      |label1=�Ursinae�
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         |2=� (''Melursus ursinus'')
         |1={{Klade
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                  |2=� (''Ursus thibetanus'')
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               }}
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}} }} }} }} }} }} }}

Der Bär in Tiernamen

Eine Reihe von Tiernamen enden mit der Silbe ?-bär? oder beginnen mit der Silbe ?Bär-?, ohne dass diese Tiere mit den Groß- oder Kleinbären oder sonstigen Spezies verwandt sind. Auch zahlreiche Schmetterlinge aus der Familie der Bärenspinner (Arctiidae) heißen ?-bär? oder ?-bärchen?. Weitere Tiernamen sind:

  • (Tardigrada) oder Wasserbären
  • sind weltweit mit zirka 11.000 Arten vertreten. Die Falter tragen wegen der starken und langen Behaarung ihrer Raupen den deutschen Namen.
  • oder Binturong
  • bär
  • oder Vielfraß

Der Bär in Pflanzennamen

Die (Lycopodiaceae) sind die einzige noch existierende Pflanzenfamilie der Ordnung Bärlappartige (Lycopodiales). Die ältesten Bärlappgewächse sind von rund 420 Millionen Jahre alten Fossilien in Australien bekannt geworden.

Der (Allium ursinum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit mit dem Schnittlauch, der Zwiebel und dem Knoblauch verwandt. Zudem ist er im Frühjahr ein geschätztes Wildgemüse.

Der (Heracleum), auch Bärentatze genannt, ist mit rund 70 Unterarten die Pflanzengattung in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die Bezeichnung Bärenklau ist im Deutschen als Maskulinum und als Femininum in Gebrauch.

Die Gattung (Acanthus) wird ebenfalls '''Bärenklau''' (lateinisch branca ursina) genannt. Ihre 20 bis 30 Arten sind hauptsächlich im tropischen bis subtropischen Europa, Afrika und Asien verbreitet.

Die (Actaea heracleifolia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Actaea innerhalb der Familie der weit verbreiteten Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie kommt aber nur in Asien vor.

Der Bär im Film

'''''' (Originaltitel: The Jungle Book) ist ein Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios von 1967. Hier spielt ein animierter Braunbär die Rolle des Balu (auch Baloo) der Bär, der den Beschützer des bei Wölfen aufgewachsenen Findelkindes Mogli darstellt. Walt Disney realisierte den Film nur ein Jahr vor seinem Tod nach der sehr frei adaptierten Vorlage von Rudyard Kiplings Roman.

Im französischen Film '''''' von Jean-Jacques Annaud aus dem Jahr 1988 spielen zwei Bären die Hauptrollen. Der ausgewachsene Bär im Film war der von mehreren Tierrollen bekannte und dafür dressierte Kodiakbär . Außerdem wurden insgesamt zwölf Jungtiere für die Dreharbeiten eingesetzt.

'''''' ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Lee Tamahori aus dem Jahr 1997. Anthony Hopkins und Alec Baldwin spielen die Hauptrollen, jedoch ist ein Bär der eigentliche Star des Films, der ab der Hälfte des Films die entscheidende Rolle spielt und alle Protagonisten eines Jagdausfluges in Alaska tötet ? bis auf einen.

'''''' ist ein Dokumentarfilm von dem deutschen Regisseur Werner Herzog von 2005. Er porträtiert den Tierschützer Timothy Treadwell, der 13 Sommer lang mit Grizzlybären in Alaska zusammengelebt hatte. Der Film besteht zu erheblichem Teil aus Treadwells einzigartigem Videomaterial, das fast hundert Stunden umfasst. Anfang Oktober 2003 wurden Treadwell und seine Freundin Amie Huguenard von einem Bären angefallen, getötet und teilweise aufgefressen. Treadwells Kamera erfasste auch den Tod des Paares, allerdings lediglich als reine Audioaufzeichnung.

'''Der Bärenmann ? Vater und Sohn unter Grizzlys in Alaska''' ist ein Dokumentarfilm des deutschen Tierfilmers und Fotografen Andreas Kieling von 2004. Er wurde zuletzt in der Sendung der Fernsehreihe "Expeditionen ins Tierreich" am 2. Februar 2018 im NDR gezeigt. Kieling faszinieren Braunbären seit vielen Jahren. Alaska, der Lebensraum der großen Grizzlys, ist deshalb nicht nur zu seinem Hauptarbeitsgebiet, sondern auch zu seiner zweiten Heimat geworden.

'''''' (Originaltitel: Terre des ours) ist ein 2014 erschienener französischer 3D-Dokumentarfilm von Guillaume Vincent. Es wird ein vierjähriger Bär beobachtet, der sein Winterlager verlassen hat und sich zum Tal der Geysire begibt. Dort trifft er auf seine Schwester. Ebenfalls im Tal befindet sich eine Bärenmutter mit ihren zwei Jungtieren. Zudem wird ein zwölf Jahre alter Bär nach einem Aufwachen aus dem Winterschlaf gezeigt.

'''''' ist ein US-amerikanischer Thriller von Alejandro G. Iñárritu, der 2016 in die deutschen Kinos kam. Eine wichtige Szene ist das Aufeinandertreffen des Hauptdarstellers Leonardo DiCaprio mit einem Grizzlybär. Der absolut naturgetreu wirkende Bär wurde jedoch mit Hilfe von Computer Generated Imagery () zum Leben erweckt. Am Filmset aber schlüpfte ein Stuntman in ein Bärenkostüm und kämpfte mit DiCaprio auf dem Waldboden.

'''Der Bärenmann''' lebt bereits seit 30 Jahren unter Bären in Kanada. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man entsprechenden Respekt vor ihnen hat.

Der Bär in Kunst, Wissenschaft und Kultur

Der ist eine Oper in drei Akten von Siegfried Wagner, der auch das Libretto verfasst hat. Das Stück spielt in den Bayreuther Landen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Old Shatterhand (englisch für ?Alte Schmetterhand?) ist eine fiktive Gestalt, die der deutsche Schriftsteller Karl May für seine Wildwest-Romane schuf. Er besaß den ??, eine sehr schwere Büchse, die sogar einen Bären mit einem Schuss auf große Entfernung töten konnte.

Der , auch Teddy oder regional Knuddelbär, ist ein populäres Kuscheltier. Weltweit bekannt wurde der Teddybär in Deutschland von allem durch die Kommerzialisierung des Plüschtieres durch die Firma in Giengen an der Brenz.

Der , fachsprachlich Ursa Major (lateinisch für ?größere Bärin?) genannt, ist ein ausgedehntes Sternbild des Nachthimmels der nördlichen Hemisphäre.

Der ist eine, auch unter der Abkürzung Hoax bezeichnete Falschmeldung, die in Büchern, Zeitschriften oder Zeitungen, per E-Mail, Instant Messenger oder auf anderen Wegen im Internet verbreitet wird.

Der Bär in Ortsnamen, Stadt- und Gemeindewappen

Beispiele von Ortsnamen, die heute mit "ä" geschrieben werden

Der ist eine Erhebung in Deutschland.

 ist eine Gemeinde im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz.

 ist ein Stadtteil der s�chsischen Stadt Altenberg, eine  am P�hlbach im Erzgebirgskreis in Sachsen sowie ein  bei Abterode in Hessen.

Die mit weniger als 500 Einwohnern ist die kleinste Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg.

Beispiele sprachlich abgewandelter Ortsnamen, die heute mit "e" geschrieben werden

 ist die Hauptstadt und ein Land der Bundesrepublik Deutschland.

 ist eine politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Kantons in der Schweiz.

 bei Berlin ist eine Gro�e kreisangeh�rige Stadt und Mittelzentrum im Landkreis Barnim des Landes Brandenburg.

 im Schwarzwald ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-W�rttemberg.

Beispiele von Orten mit Bärentatze im Stadt- und Gemeindewappen

Die ist in der Heraldik als allgemein bekannte Figur eine oft gewählte Wappenfigur. Dargestellt wird ein Teil des Bärenbeines oder -fußes im oder im Feld.

Der Bär im Namen von Lebensmitteln

 ist eine sehr alte und bekannte, deutsche Marke f�r Milcherzeugnisse und weiterer Lebensmittel auf Basis von Kuhmilch.

 von HARIBO. Bekanntestes Produkt sind die bereits zwei Jahre nach der Unternehmensgr�ndung 1922 von Hans Riegel in Bonn (Ha...Ri...Bo...) erfundenen, zur Abgrenzung von Konkurrenzprodukten Goldb�ren genannten Gummib�rchen.

Eine Feine Backware mit teilweisem Schokoladenüberzug sind , die der Tatze eines Bären in kleiner Form nachempfunden sind.

'''"Bärendreck"''' wird im wird im Süden Deutschlands sowie in Österreich, der Schweiz und außerdem im deutsch sprechenden Südtirol die genannt. Es ist eine Süßigkeit, die aus dem Wurzelextrakt des Echten Süßholzes hergestellt wird.

Der Bär im Namen von Gaststätten

Eine Reihe von Gaststätten im deutschsprachigen Raum haben den Bären zum Namen. Man darf darüber spekulieren, ob in früheren Tagen in der Gegend Bären vorkamen, als er in Europa noch nicht ausgerottet war. Einige Beispiele sind:
  • Zum Bären Oberursel, eine Gaststätte in Oberursel
  • Gasthaus zum Bären ist eine Traditionsgaststätte in Frankfurt-Höchst
  • Gasthof zum Bären in Frickenhausen am Main
  • Gasthof zum Bären in Meersburg und dem angeschlossenen Hotel Bären Meersburg
  • Gasthof Zum Bären in Grüningen im Schweizer Kanton Zürich
  • Zum roten Bären, Gaststätte in Freiburg im Breisgau
  • Gasthof Schwarzer Bär in Güntersberge, Sachsen-Anhalt

Literatur

  • Bernd Brunner: ''Eine kurze Geschichte der Bären''. Claassen, Hamburg 2005, ISBN 3-546-00395-0
  • D. E. Wilson, D. M. Reeder: ''''. Johns Hopkins University Press, 2005, ISBN 0-8018-8221-4

Weblinks

Einzelnachweise